Bienen & Agro-Gentechnik
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Brasilianischer Honigsektor will Gentechnikanbau kontrollieren

Vertreter der brasilianischen Regierung und des Honigsektors haben sich am Montag, den 13. Februar in Brasilia getroffen, um den Anbau von Gentechnik-Pflanzen zu diskutieren. Die Imker fürchten Honig-Marktanteile in der Europäischen Union wegen der strikten Gesetzgebung hinsichtlich gentechnisch veränderter Organismen (GMO) zu verlieren. Letztes Jahr wurden bei einer Inspektion Spuren von gentechnisch verändertem Pollen in ausgelieferten Produkten gefunden. Laut dem Präsidenten des brasilianischen Honigverbandes, Jose Cunha, will die Industrie den Anbau in den Regionen im Süden und Mittelwesten, wo Gentechnik-Pflanzen normalerweise wachsen, überwachen. Er sagte: „Wir wollen wissen, wo Gentechnik angewendet wird und kämpfen für die Erhaltung von gentechnikfreien Zonen wie den semiariden Gebieten Brasiliens, dem Amazonasgebiet und anderen Regionen.“

Brasilien exportiert 25.000 Tonnen Honig pro Jahr, der Export könnte aber auf eine Kapazität bis zu 100.000 Tonnen anwachsen. Der brasilianische Hausgebrauch liegt bei 120 Gramm pro Person, soll aber auf ein Kilo gesteigert werden. Brasilien reiht sich in die Proteste der Imker in Südamerika ein, die durch den Einsatz von Gentechnik um ihre Honigproduktion fürchten. Chile hat erst vor einigen Wochen als größter Honigimporteur Europas ein Standortregister eingeführt.

ruralbr: Setor apícola brasileiro quer controlar cultivo de transgênicos

22.02.2012

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