Versprechen zur Agro-Gentechnik
Die immer wieder öffentlich vorgetragenen Gründe für den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft sind vor allem folgende:
- Reduzierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln
- Umweltschonende Anbaumöglichkeiten
- Höhere Gewinne für die Landwirte
- Steigerung der Erträge
- Bekämpfung des Welthungers
Diese Argumente klingen selbstlos und vielversprechend. Jedoch liegt das Interesse der Gentechnik-Konzerne an Gentechnik-Pflanzen vielmehr im erhofften Mehrgewinn. Monsanto hat im Jahr 1999 sein Firmenziel formuliert:
Innerhalb von 15 bis 20 Jahren soll weltweit sämtliches Saatgut gentechnisch verändert sein.“ Durch die Patentierung der Gentechnik-Pflanzen sichern sich die Saatgutkonzerne Lizenzgebühren. Auch der Absatz der hauseigenen Spritzmittel wird gesteigert, denn auf die Gifte sind die Gentechnik-Pflanzen zugeschnitten. Die Auswirkungen von Agro-Gentechnik lassen sich hervorragend in den Ländern studieren, in denen sie bereits seit mehreren Jahren und im großen Stil eingesetzt wird. Keines der Versprechen hält stand.
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1. Versprechen
Reduzierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln
Das Gegenteil ist der Fall. Der Einsatz von Pflanzenschutzmittel ist in den Ländern, in denen seit Jahren Gentechnik-Pflanzen wachsen, zunächst zurück gegangen, dann aber drastisch gestiegen.
2. Versprechen
Umweltschonende Anbaumöglichkeiten
Eine irreführende Formulierung, die so nicht stimmt. Gentechnik-Pflanzen werden pfluglos eingesät und als Monokultur angebaut. Dies ist nur unter Verwendung von hoch toxischen Totalherbiziden möglich. Die Bodenfruchtbarkeit leidet bei Monokulturen stark und hat einen erhöhten Einsatz von Mineraldüngern zur Folge.
3. Versprechen
Höhere Gewinne für die Landwirte
Die Gewinne für die Landwirte sind nicht höher. Sie müssen Lizenzgebühren an die Konzerne entrichten und inzwischen ein Vielfaches für das Gentechnik-Saatgut bezahlen. Häufig sind zusätzliche Spritzmittel nötig, wodurch dem Landwirt zusätzliche Kosten entstehen.
4. Versprechen
Steigerung der Erträge
Keine Gentechnik-Pflanze hat durch ihre gentechnische Veränderung bisher einen Mehrertrag erzielt. Oft bringen sie gar Mindererträge. Der Ertrag hängt von Wasser, Temperatur und vielem mehr ab. Angepasste lokale Sorten bieten bei weitem mehr Ertragssicherheit.
5. Versprechen
Bekämpfung des Welthungers
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Der Welthunger ist seit der Einführung der Gentechnik nicht zurück gegangen. Das Problem ist mit Anbautechniken nicht zu lösen. Der Welthunger ist ein politisches Problem. Es gibt schon jetzt genügend Nahrungsmittel auf der Welt. Das Problem liegt in der Verteilung und dem Einsatz der Nahrungspflanzen.
50% der bundesweiten Ackerfläche – Fläche, die der Nahrungsmittelproduktion entzogen wird, sollen künftig der Energieproduktion dienen.
Ein großer Teil der landwirtschaftlichen Produktion in Südamerika wird an europäische Rinder verfüttert – in Form von Soja – oft gentechnisch verändert!
Dazu ein Zitat von Margot Walström, ehemalige EU-Kommissarin: Die einzige Form von Hunger, den die Konzerne stillen, ist nicht der Hunger in der Dritten Welt, sondern der Hunger der Aktionäre.“



